ZWEI KRONEN: Sich an die Grenzen wagen

ZWEI KRONEN: Sich an die Grenzen wagen

Jeden Tag am 14. August gedenken wir der Erinnerung an heiliger Maximilian Maria Kolbe – Priester, Franziskaner, Mann des unerschütterlichen Glaubens, der tiefen marianischen Verehrung und bewunderten Tapferkeit. Als er in Auschwitz aus der Reihe trat und sein Leben für einen anderen Gefangenen anbot, wurde sein Name für immer in die Geschichte als Synonym für Liebe, die bis zur Grenze gegeben wird eingetragen. Der Film „Zwei Kronen“ von Regisseur Michał Kondrat versucht, die ganze Geschichte, die zu diesem außergewöhnlichen Akt führte, zu erzählen.

DEN FILM KÖNNEN SIE HIER ANSCHAUEN

Ein Heiliger, dessen Namen fast jeder hierzulande kennt. Eine Geschichte, die ins Herz eindringt. Aber wie tief kennen wir ihn eigentlich? Wissen wir, wer Maximilian Kolbe wirklich war?

Bereits als Junge mit Namen Rajmund erlebte er eine tiefgreifende spirituelle Erfahrung: Während des Gebets erschien ihm die Jungfrau Maria und bot ihm zwei Kronen an – eine weiße für die Reinheit und eine rote für das Martyrium. Er wählte beide. Er trat in den Franziskanerorden ein, studierte in Rom, erhielt die Priesterweihe und erkannte bald, dass seine Mission darin besteht, die Welt durch moderne Medien zu evangelisieren.

Der Film bringt eine Reihe faszinierender Informationen, die selbst die Verehrer dieses Heiligen oft nicht wussten. Zum Beispiel, dass Kolbe ein tiefes Interesse an Wissenschaft und Technik hatte – bis heute sind zum Beispiel seine Zeichnungen von Raumschiffen, Entwürfe für Ionenantriebe oder Überlegungen zur Weltraummedizin erhalten geblieben. Auch das zeigt seine Fähigkeit, Glauben und Vernunft, Spiritualität mit Technik zu verbinden.

Kolbe verbarg seine marianische Verehrung nie. Sie war der Weg und die Motivation seines geistlichen Lebens. Er gründete die Bewegung Ritter der Unbefleckten, gab eine gleichnamige Zeitschrift heraus (um 1938-1939 erreichte sie in Polen eine Auflage von bis zu 1 Million Exemplaren pro Monat) und verbreitete Medaillen der Jungfrau Maria – sogenannte wunderbare Medaillen. In Niepokalanów in Polen baute er eine klösterliche Gemeinschaft mit 750 Brüdern auf, die nicht nur im Gebet, sondern auch in apostolischer Arbeit lebten. Kolbes Leben zeigt, dass Heiligkeit kein Rückzug vor der Welt ist, sondern im Gegenteil – ein Schritt in die Welt und ein gemeinsames Gehen zu Gott.

Als Missionar wirkte er auch in Japan, wo er ein Kloster in Nagasaki gründete – an einem Ort, der einige Jahre später nach einer nuklearen Explosion auf wundersame Weise verschont blieb. Auch dort verbreitete er das Evangelium durch die Medien, immer mit Demut und offenem Herzen.

Als die Deutschen Polen besetzten, blieb Kolbe. Er half den Bedürftigen, versteckte Verfolgte. Und mit seinem Leben konnte die Wahrheit in einer egoistischen Welt nicht vergessen werden. Im Jahr 1941 wurde er nach Auschwitz deportiert und erhielt die Nummer 16670. Dort wurde er zum Licht in der Dunkelheit – er tröstete Mitgefangene, betete mit ihnen und teilte sein Essen.

Als einer der Gefangenen flüchtete und die Deutschen beschlossen, zur Strafe zehn andere zu töten, trat Maximilian Kolbe aus der Reihe. Er bot sein Leben für den Vater mehrerer Kinder – Franciszek Gajowniczek – an. Es wurde ihm entsprochen. Den Rest seiner Tage verbrachte er in einer Zelle, zum Hungertod verurteilt. Diese Zelle verwandelte er in eine „Kapelle“, aus der Gebete und Lieder religiöser Lieder erklangen. Er starb als Priester, der bis zur letzten Sekunde für andere lebte.

War sein Tod umsonst? Nicht nur der Film antwortet klar: nein. Sein Tod war eine Brechung der Logik dieser Welt. Seine Tat wurde zum lebendigen Ausdruck der Worte Christi:

„Wer sein Leben retten will, wird es verlieren, und wer es verliert, wird es retten.“ (Lk 17, 33)
„Wer um meinetwillen und um des Evangeliums willen sein Leben verliert, wird es retten.“ (Mk 8, 35)

Den Film „Zwei Kronen“ empfehle ich allen, die nach Inspiration für ein christliches Leben suchen, die ein Beispiel von Heiligkeit in der modernen Welt wünschen und die wieder glauben möchten, dass Liebe, die stärker als der Tod ist, wirklich existiert. Der Film hilft uns, zu verstehen, dass Heiligkeit nicht „jemand anderem“ vorbehalten ist, sondern dass auch wir dazu berufen sind – in unseren täglichen Entscheidungen, in kleinen und großen Opfern, im Dienst an anderen.

Den Film Zwei Kronen können Sie auf der christlichen Streaming-Plattform Filmana anschauen:
https://filmana.cz/cs/film/90-dve-koruny und in den Anwendungen für iOS und Android.

Bc. Marek Poštulka, Filmana